Wo ist die Leiche?

„Rasch tritt der Tod den Menschen an,
Es ist im keine Frist gegeben“ – der Herr Aigner alias die Diva Anna Meinhold, was seine eigene Frau ist, oder vielmehr sie ist auch er, zitiert den Schiller. (ja das mit den Identitäten ist auch so eine Merkwürdigkeit dieser Inszenierung)

Und der Satz ereilt sie oder ihn dann am Schluss auch selbst.
Denn alles löst sich in absolutes Wohlgefallen auf für Frau Meinhold: Sohn Otto ist in die Karibik abgereist und raus aus dem Schussfeld der „alten Garde“ und der alte Aigner hat seiner Ex einen Besuch angekündigt, und wer weiss, was sich da noch alles wieder einrenken könnte für die Anna Meinhold, eine ganze Familie z.B. könnte sie wieder werden, die einsame Diva.

Wenn diese fatale Gleichzeitigkeit nicht wäre, wenn nicht im Paralleluniversum sich etwas Tragisches ereignet hätte, wenn nicht der Hofreiter den Otto zeitgleich erschossen hätte. Und jetzt wissen, zum ersten Mal in diesem weiten Land, nicht mehr alle alles. Jetzt wissen alle ausser der Mutter die Todesnachricht.
Wie kommt man denn aus dieser Bredouille, wie kann man so was denn einer Mutter sagen … Soll das Hofreiter machen, der Mörder? Oder vielleicht Genia, das Mordmotiv? In diesem Moment hört der Hohn doch auf.

Der Versuch diese Situation zu retten ist wie der Versuch die Leiche in der Fenstertruhe zu verstecken: eine zwanghafte Komödie. Ein Freudscher Witz …

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